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Republik auf einer Gruppe von über 7 100 Inseln (ca. 1 500 bewohnt) im Südwestpazifik, 298 179 km², 87,9 Mio. Einwohner, Hauptstadt Manila, Amtssprache Filipino, daneben Englisch und Spanisch.

Land und Leute

Fast alle Inseln der Philippinen sind gebirgig (viele Vulkane, u. a. Pinatubo auf Luzon), sie reichen im Süden bis in tropische Zonen und sind sonst subtropisch und von Monsunklima geprägt. Durch Raubbau ist die früher starke Bewaldung dramatisch zurückgegangen. Die überwiegend katholische Bevölkerung setzt sich aus Malaien, Indonesiern und Polynesiern zusammen, die Chinesen stellen mit 10 % eine starke Minderheit. Trotz intensiver landwirtschaftlicher Nutzung von etwa 30 % der Fläche reichen die Ernten (v. a. Reis, Mais, Maniok, Gemüse; Kaffee, Zuckerrohr) kaum zur Selbstversorgung. Umso wichtiger sind Fischfang und Forstwirtschaft, die Industrie liefert für den Export Elektroartikel, Textilien, Kupferprodukte.

Geschichte

Im 16. Jh. von den Spaniern entdeckt, wurden die Philippinen im Verlauf der folgenden Jahrhunderte unter Kontrolle gebracht. Unterdrückung und Ausbeutung führten 1896 zu allgemeiner Erhebung. Erfolg hatten die Filipinos v. a. wegen des gleichzeitigen Konflikts Spaniens mit den USA; 1898 wurde die Unabhängigkeit proklamiert, doch folgte zunächst amerikanische Herrschaft. Im 2. Weltkrieg eroberten die Japaner 1941/42 die Inseln, die 1944/45 von den USA wieder befreit und 1946 in die Selbstständigkeit entlassen wurden. Das erhebliche soziale Gefälle ließ das Land nie zur Ruhe kommen. Unter Präsident Marcos (seit 1965) wurde Korruption geradezu zur Staatsräson. Die dagegen sich bildende Opposition wurde brutal unterdrückt, ihr Führer B. Aquino 1983 ermordet. Um seine Witwe Corazon Aquino sammelte sich der Widerstand und stürzte 1986 den Diktator. Eine nachhaltige innere Befriedung gelang in der Folgezeit jedoch ebenso wenig wie die Bannung der Korruption. Auch unter der heutigen Präsidentin Macapal-Arroyo kam es bereits zu mehreren Putschversuchen des Militärs. Die Philippinen sehen sich der Bedrohung durch Gewalt seitens muslimischer Separatisten im Süden ausgesetzt. Es kommt es immer wieder zu erheblichen Menschenrechtsverletzungen durch Militär- und Polizeikräfte.